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Hybrid

Hybrid * ist ein Inbegriff von Städten als Kunstwerke die über die Zeit hinweg verschiedene Einflüsse zum Tragen bringen, und zwar in einem einzig artigen Bild von Komplexität und Vielfalt, und doch all das kurz vor dem Verschwinden. Die Stadt Aleppo mag dafür das beste Beispiel der heutigen Zeit sein.

Auf den Spuren von den jüngsten Arbeiten / Ausstellungen von Azade Köker, wird eine erstaunliche Entwicklung sichtbar. Dabei ist eine Kontinuität durchaus erkennbar denn bereits in 1978 befasste sie sich mit den Gesichtern von Häusern und darum um welches Bild eine jeweilige Stadt abgibt, wenn durch die Straßen geschlendert wird, um bewusst einen Begriff von Benjamin zu verwenden. Der Fokus auf die Stadt beginnt mit einer Video-Installation wobei praktisch auffällt die Stadt wird als eine klare Abgrenzung von ihrer unmittelbaren Umgebung dargestellt. So dann steht die Stadt fast einem Künstler alleine auf der Bühne im Lichtkegel. Erst dann wird dem Besucher der Ausstellung durch den Titel bewusst gemacht, hier handelt es sich nicht mehr um eine lebhafte, sondern um eine verlassene Stadt: 'abandoned'!

            

             Abandoned City (Paper Installation - Video)   2015

 

 

Nah-Aufnahmen der verlassenen Stadt

                     noch schweigen die Straßen

                             die Dächer hängen tief herab

                     traurige Spuren verlaufen in aller Trockenheit

                     Staub überall, Staub genug, um die Toten zu beerdigen

                     doch die ganze Stadt bleibt still wie ein einziges Grab

 

    

     Adandoned city (detail)

 

           

 

 Aleppo

 

     

      Aleppo 2013

      Erstaunlich dass Azade Köker sich dieser Stadt zuwendet noch ehe sie fast völlig zerstört wird, und das aus kaum einem nachvollziehbaren Grund.

 

Spuren oder Nachlese

 

    

     Bride dress (Brautkleid) 2013

 

   

    Ent-kettet 2013

 

        

         Fugue 2013

 

   

    Rhizom 2015

       

        Azade Köker neben ihrer Installation Rhizom

 

     

     Entkettet

Wenn eine Künstlerin sich der Kette als Symbol bedient, dann schwingen mit mythologische Assoziationen. Zu denken sei an Atlas doch Ketten kannten auch die Sklaven die per Schiff von Afrika nach Amerika verfrachtet wurden, und dort weiter in Ketten leben und arbeiten mussten. Es ist also ein universeller Symbolbegriff. Entkettung entspricht darum Befreiung. Vor allem diejenigen die im Kerker dahin schmachen mussten, sie litten unter Ketten die an ihren Hand- und Fußgelenken angefestigt waren. Wunderbar sind die von Azade Köker dargestellten Ketten im Prozess einer Ent-kettung weil nahe kommend einer Schlange die sich zu enthäuten beginnt. 

Hatto Fischer Athen 2016

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My lecture will outline a few examples of 'hybridisation' and will propose a few of the ways in which their study can help us move towards more cosmopolitan narratives for our shared past. Let me begin by defining what a “hybrid” is. According to the dictionary, 'it is something of mixed origin or composition, such as a word whose elements are derived from different languages.' An example of a linguistic hybrid is the word 'television' deriving from the Greek adverb ….for “far off” and the Latin noun visio for “vision,” “seeing.” Identifying art historical hybrids is somehow harder since boundaries are blurred. Nevertheless, certain areas during certain periods developed particular ways of producing and consuming material culture. A careful examination of the historical and archaeological record allows scholar to define individual ways of making and using things. However, even in prehistory these ways were not confined to their birthplace and through the movement of people, goods and ideas they travelled long distances in remarkably short time. Various theories have been proposed to explain this phenomenon. Convergence, diffusion or acculturation are possible means by which cultures engaged in creative exchange.“

Source: George Manginis, „Hybrids in Art“, presentation in Thematic Circle B : Art and Culture during the Symposium "The need of a constructive dialogue", 1 -7 Sept. 2015 held in Ancient Olympia.

 

 

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